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Hauptschule Petershagen |
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Wege aus der Schuldenfalle aufgezeigtDatum: 04.12.2009 Quelle: MT Projekttage an der Hauptschule Petershagen zum Umgang mit Geld,
Hinweis auf hohe Kosten bei Handynutzung
VON ULRICH WESTERMANN
Um den richtigen Umgang mit Geld ging es in einem Projekt in der Hauptschule Petershagen. Schuldnerberaterin Silke Schönfeld stellte den Zehntklässlern auch Negativbeispiele und den Ausstieg aus der Schuldenfalle vor. ![]() Um Ausgaben und den sorgfältigen Umgang mit
Finanzmitteln ging es an zwei Projekttagen in der Hauptschule
Petershagen zum Thema "Umgang mit Geld - Die Schuldenfalle vermeiden".
Beteiligt waren die Jungen und Mädchen der 9. und 10. Jahrgangsstufe. Projektleiterin war die Schuldnerberaterin im Sozialdienst der katholischen Frauen Minden, Silke Schönfeld. Die Sozialpädagogin ging auf finanzielle Zwangslagen von Einzelpersonen und Familien ein und unterstrich, dass gemeinsam eine Lösung erarbeitet werden könnte, um aus dem Teufelskreis von Kreditforderung und Zahlungsunfähigkeit herauszukommen. Sie berichtete von einem Mann, der sein Glück in der beruflichen Selbstständigkeit gesucht habe. Nach einem guten Start sei der Markt eingebrochen. "Die Folge war, dass die Auftragsbücher leer blieben, ein großer privater Druck entstand und die Ehe in die Brüche ging. Die Flucht in den Alkohol endete mit dem Verlust des Führerscheins und sämtlicher Vermögenswerte. Schließlich wurde der Mann in einer Obdachlosenunterkunft aufgenommen", so Silke Schönfeld. Der Sozialdienst katholischer Frauen habe sich eingeschaltet und geholfen. Zunächst sei es um die Sicherung des Existenzminimums gegangen. Darüber habe man eine Strategie entwickelt, um den Betroffenen in ein Leben ohne Schulden zu führen. "Der Mann hat seine Alkoholsucht überwunden und wieder einen festen Wohnsitz. Nach einer Fortbildung bestehen gute Chancen zur Rückkehr in das Berufsleben. Schulden sind noch da, aber der Mann hat eine Vorstellung davon, wie er sich davon befreien kann." Zunächst wurde an den Projekttagen die Frage beantwortet: "Wozu braucht man Geld?" In ihren Antworten nannten die Schüler Kosmetik, Schuhe, Haustiere, Versicherung für einen Roller, Lebensmittel und Zigaretten. Auch das Sparen für Führerschein und Auto war ein Thema. Die Sozialpädagogin warnte davor, Kontakt zu einem privaten Geldverleiher aufzunehmen. "Das sind windige Geschichten". In einem Handybüchlein, das die Schuldnerberaterin mit den Jungen und Mädchen durchging, spielte Andy die Hauptrolle. Endlich hatte er das ersehnte Handy. Und dann legte er richtig los. Alle Mitschüler seiner Klasse erhielten eine SMS. Zudem machte er ein Foto von sich, um es ebenfalls zu verschicken. Weil er ständig telefonierte und dabei einfach drauflos quasselte, wurde der Junge bald Handy-Andy genannt. Mehrmals täglich hörte er seine Handy-Mailbox ab. Zudem surfte Andy mit seinem Handy unterwegs im Internet. Die Kosten waren ungefähr zehnmal so hoch wie zu Hause. So entstand eine hohe Rechnung allein für die Handynutzung. Weitere Themen der Projekttage waren Autoanschaffung und Sofakauf auf Raten. "Die Haushaltsplanung mit einem Überblick über die Ein- und Ausgaben ist sehr wichtig", bekräftigte Silke Schönfeld. |
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