Grüner Teppich für Afghanistan

Datum: 12.04.2008     Quelle: MT

Textilgruppe der Hauptschule Lahde beteiligt sich mit großem Elan an Projekt
Petershagen-Lahde (Wes). "Grüner Teppich für Afghanistan" heißt ein Projekt, an dem sich die Textilgruppe der Klassen 6 und 8 der Hauptschule Lahde beteiligt.


Kreativ: Lahder Hauptschüler engagieren sich für ein Projekt der deutsch-afghanischen Initiative.
(Foto: Ulrich Westermann)

Die Idee dazu geht von der deutsch-afghanischen Initiative aus. Die Jungen und Mädchen der Hauptschule Lahde haben unter der Leitung ihrer Fachlehrerin Adelheid Duwenkamp 21 Stoffquadrate in der Größe 15 mal 15 Zentimeter angefertigt und mit verschiedenen Motiven gestaltet.

Dazu sind von den Schülern einige Gedanken aufgeschrieben worden. "Ich habe mich für ein Kleeblatt als Glückszeichen für die Menschen in Afghanistan entschieden. Die Streitereien sollen aufhören", sagte Angelika. "Mein Teppich soll Fröhlichkeit geben. Ich wünsche, dass die Berge grün werden und der Fluss dafür sorgt, dass die Einwohner genug Trinkwasser bekommen", so Mareike.

Bei ihrem kreativen Gestalten haben die Schüler sich an der Vorgabe orientiert, Grün als dominante Farbe zu nutzen. Sie erfuhren, dass Afghanistan in der Ausdehnung nahezu doppelt so groß ist wie Deutschland. Nur zehn Prozent der Fläche liegen unterhalb von 600 Metern.

Der südliche und südwestliche Teil von Afghanistan besteht aus Wüsten und Halbwüsten. In den Sommermonaten ist es heiß und trocken. Häufig muss die Bevölkerung unter der Dürre leiden. Afghanistan gehört zu den ärmsten Staaten der Erde. Die Wirtschaft und ein großer Teil der Viehbestände wurden im Krieg zerstört.

"Die Motive für die Teppichquadrate sind von den Mitgliedern der Textilgruppe entworfen und dann mit der Hand genäht worden. Alle haben mit großem Elan mitgemacht", lobte Adelheid Duwenkamp. Vorgesehen sei, diesen wachsenden Teppich bei größeren Veranstaltungen in verschiedenen Ländern als nicht betretbares Kunstobjekt auszulegen und zu präsentieren. "Wer mitmacht, stiftet seine Arbeit und erlaubt den Verantwortlichen, das Grünteil nach eigenen Konzept anzunähen", erklärt die Fachlehrerin.

Des Weiteren sind alle Rechte für Fotos freigegeben worden. Beispielsweise wird der Gewinn durch den Verkauf von Postkarten als finanzielle Unterstützung für Frauenprojekte in Afghanistan weitergeleitet.

Zudem werden die Grünteile für eine Dokumentation fotografiert, die dann für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden kann.